Kurzweiliger Vortrag zur Eröffnung der Sonderausstellung "Johannes Calvin. Leben und Werk eines europäischen Reformators"

Am Dienstag, 4. April 2017, wurde im Celler Stadtarchiv anlässlich des 500-jährigen  Reformationsjubiläums die in bewährter Kooperation mit der Evangelisch-reformierten Kirchengemeinde erstellte Sonderausstellung "Johannes Calvin. Leben und Werk eines europäischen Reformators" eröffnet.
Die Hausherrin Sabine Maehnert und Pastor Dr. Andreas Flick begrüßten die zahlreich erschienenen Gäste. Anschließend hielt Pastor Klaus Bröhenhorst aus Hildesheim einen eloquenten wie kurzweiligen Einführungsvortrag über den bedeutenden Reformator. Dabei beleuchtete er den 1509 in Noyon (Frankreich) geborenen und 1564 in Genf (Schweiz) gestorbenen Theologen und Juristen in mehreren Themenkreisen, darunter Calvin und die Ökumene, Calvin und Europa, Calvins Offenheit für Flüchtlinge und Verfolgte sowie Calvin und das Alte Testament.

Sonderausstellung Johannes Calvin

Die Kabinettausstellung im Celler Stadtarchiv unterstreicht, dass die Reformation mehr ist als das Werk Martin Luthers.
In Celle erinnert sowohl die Calvinstraße im Stadtteil Klein Hehlen als auch die Evangelisch-reformierte Kirche ("Hugenottenkirche") an den Genfer Reformator, war doch Johannes Calvin der bedeutendste Theologe der Hugenotten.

Gezeigt werden neben den vom Reformierten Bund erstellten Ausstellungstafeln zahlreiche Schriften von und über den Genfer Reformator. Darunter befinden sich Kinderbücher, Kataloge sowie Werke von und über Calvin aus dem Archiv der Evangelisch-reformierten Kirchengemeinde. Zu den Objekten zählen sowohl ein Werk Calvins, das der ehemalige Celler Flüchtlingspastor und spätere Regierende Bürgermeister von Berlin, Heinrich Albertz, der Kirchengemeinde vermacht hat, als auch das Hauptwerk Calvins "Institutio Christianae Religionis" in einem Genfer Druck von 1559 von Robert Estienne aus der berühmten Druckerfamilie.
Zu den ungewöhnlichen Schaustücken zählen Flaschen des Calvinus-Biers (Blond Bio & Blanche), das speziell zum Anlass des 500-jährigen Geburtstags von den Brüdern Papinot in der Genfer Klein-Brasserie gebraut wurde.

 

Die Ausstellung wird noch bis zum 8. Juni in den Räumen des Celler Stadtarchivs in der Westerceller Straße 4 gezeigt.
Öffnungszeiten: Mo bis Di 8-16 Uhr; Mi geschlossen; Do 8-17 Uhr; Freitag 8-13 Uhr.
Der Eintritt ist frei.

Andreas Flick (Foto: Peter Müller)