Pastor Dr.  FlickLiebe Gewerkschaftlerinnen und Gewerkschaftler, verehrte Damen und Herren,
zunächst möchte ich mich dafür bedanken, dass Sie mir die Gelegenheit geben, Ihnen Grüße zum 1. Mai zu übermitteln. Diese überbringe ich heute jedoch nicht nur im Namen meiner eigenen Kirche, der Evangelisch-reformierten Kirchenge-meinde Celle. Ich grüße Sie nach Rücksprache mit meinen Partnern aus der Celler Ökumene ausdrücklich auch im Namen des Evangelisch-lutherischen Kirchenkreises, des Katholischen Dekanats, der Evangelisch-freikirchlichen Gemeinde (Baptisten), der Evangelisch-lutherischen Freikirche – Concordia Gemeinde und der Christus-Gemeinde.

Der 1. Mai ist ja einer der beiden nichtkirchlichen Feiertage in unserem Land. Und er ist ein wichtiger Feiertag mit hohem Symbolcharakter. Ich möchte bei dieser Kundgebung gar nicht viele Worte machen. Doch möchte ich mich bei den Gewerkschaften in Niedersachsen einmal im Namen der Kirchen auch ganz herzlich bedanken. Und zwar ganz konkret für Ihren Beitrag dafür, dass der Sonntag Sonntag bleibt. Ein arbeitsfreier Tag zum Wohle der Menschen. Dank an die Gewerkschaft Verdi, die das niedersächsische Ladenöffnungsgesetz kippen möchte. Denn es kann nicht sein, dass Umsatz im Einzelhandel oder die Shoppinglust der Kunden als höherwertig angesehen werden als der Schutz der Beschäftigten vor Sonntagsarbeit. So ist - den Gewerkschaften sei Dank - manch verkaufsoffener Sonntag in Deutschland in jügster Zeit bereits abgewendet worden. Nur ein Beispiel dafür, wie wichtig die Gewerkschaften für unser Land sind - insbesondere für die arbeitende Bevölkerung, für die Familien, aber auch für die Kirchen.
Ich danke Ihnen für die Aufmerksamkeit.
Andreas Flick

Foto: Peter Müller (CelleHeute)